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Kunden ­binden und neue gewinnen – mit der App von Couponiac Mittwoch, 25 November 2015 08:46 Foto: Peter Pohl

Kunden ­binden und neue gewinnen – mit der App von Couponiac

Es sind nicht die schlechtesten Wochen im ­jungen Berufsleben von Kristoph Siemens, Nils Fuchs und Pascal Slanina. Zuerst gewinnt das Gründertrio den Pitch der Entrepreneurship Summer School 2015 von TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule. Und dann den Ideenwettbewerb der Allianz für die Region. Läuft bei ­Couponiac. Nun gilt es, die wichtigste Zielgruppe von der Geschäftsidee zu überzeugen: die Kunden.


Bei Couponiac ist der Name Programm. Die Gründer haben eine App entwickelt, die denselben Namen wie ihr Unternehmen trägt. Mit der Couponiac-App wenden sie sich zum einen an Dienstleister wie Gastronomen und Freizeitanbieter in unserer Region. Und zum anderen an deren Gäste. Die App bringt die beiden zusammen – mit Mobile Couponing.

»Die Geschäftsidee«

»Durch uns tritt etwa ein Gastronom genau in dem Moment in Kontakt mit seinen Kunden, in dem sein Auslastungsgrad nicht dem gewünschten Zustand entspricht«, erklärt ­Kristoph Siemens die Geschäftsidee. Und zwar mit einem Angebot, das er über die ­Couponiac-App veröffentlicht. Nach dem Motto: Das Buffet bei uns gibt’s heute für 14,90 statt 19,90 Euro – lass dir das nicht entgehen.

Die App ist also ein Mittel, um Kunden zu binden und neue zu gewinnen. Mit Coupons, die der Anbieter in der App einstellt und die wie eine digitale Angebotstafel funktionieren. Wie der Gastronom hat auch der Kunde die App auf seinem Smartphone. Mit einem Klick greift er zu. Er bezahlt via Paypal, Sofortüberweisung oder Kreditkarte an der digitalen Kasse, zeigt im Lokal den Coupon auf seinem Handy vor – und bekommt sein Büffet-Angebot. Couponiac erhält für jeden vermittelten Kunden eine Provision. Das heißt auch: Werden keine Kunden gewonnen, bezahlt der Anbieter keinen Cent.

Die App bietet Gastronomen eine Menge Vorteile, meint das Trio. »Weil sie anders als mit Gutscheinbüchern ihre Angebote und die Kundenströme flexibel und kurzfristig steuern können. Sie schnüren das Paket, wann und wie sie wollen.« Der Anbieter des Deals bestimmt Preis oder Rabatt, die Laufzeit des Angebots und auch die Beschreibung, das Bild und das Kontingent. »Er braucht nicht mehr als drei Minuten, um den Coupon zu erstellen. Dann ist das Angebot online.« Couponiac hält sich komplett raus. »Wir stellen die Plattform und Infrastruktur zur Verfügung. Alles andere liegt im Ermessen des Anbieters.«

»Unter dem Dach des ­Ideeninkubators der TU«

Kristoph Siemens und Nils Fuchs studieren noch an der TU, sie kümmern sich um Vertrieb, Marketing und Design. Pascal Slanina ist Student der Ostfalia, ihm obliegt die komplette technische Umsetzung der App. Beheimatet ist Couponiac unter dem Dach des Ideeninkubators der TU Braunschweig am Bültenweg. »Die TU unterstützt uns hervorragend«, sagt Kristoph Siemens. In Braunschweig fühlt er sich gut aufgehoben. »Weil sich hier eine gute Gründerszene entwickelt hat.«

Die drei von Couponiac, alle 27 Jahre alt, stehen kurz vor dem Release der Beta-Version, dann gibt’s die App zum kostenlosen Download im App Store von Apple und Google. Es ist das letzte Entwicklungsstadium vor der offiziellen Einführung in den Markt. Couponiac hat bis jetzt ein gutes Dutzend Dienstleister – überwiegend Gastronomen, aber auch Freizeitanbieter und einen Händler – gewinnen können, um noch mehr Erfahrungen im Umgang mit der App zu sammeln. »Es gibt noch Dinge, die wir optimieren können«, sagt Nils Fuchs. Im Frühjahr 2016 ist dann Rollout.

Es werde noch eine Zeit lang dauern, bis sie alle von der App leben können, sagen die drei Macher von Couponiac. Wichtig sei es, Schritt für Schritt zu wachsen. »Zuerst starten wir in Braunschweig, Wolfsburg und Wolfenbüttel. Und dann geht’s weiter mit dem norddeutschen Raum«, sagt Nils Fuchs.

Große Atempausen haben sie nicht eingeplant. »Stehen zu bleiben – das wäre das Schlimmste«, sagt Kristoph ­Siemens. »Wir können unsere Idee ja nicht patentieren lassen. Wir müssen also schneller als die Konkurrenz und auch immer etwas besser sein.«

»Es geht darum, ­schneller und ­besser als die ­Konkurrenz zu sein«

Na klar geht es nicht immer nur geradeaus, die eine oder andere verworfene Idee gehört einfach dazu. »Seit einem Jahr arbeiten wir an Couponiac. Unser Weg hat sich immer mal wieder verändert – aber unser Ziel ist immer dasselbe geblieben.«

Bild oben: Wollen digitale Coupons und damit auch ihr neu gegründetes Unternehmen in unserer Region etablieren (von links): Kristoph Siemens, Nils Fuchs und Pascal Slanina von Couponiac.
geschrieben von  boy